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Muldenkipper im Containerformat für den Bahnverkehr

Die OWS Systemkippmulde ist ein Transportmittel für unterschiedlichste Schüttgüter. Mineralische Baustoffe, Agrargüter oder feinkörnige Materialien können trotz ihrer Unterschiedlichkeit hervorragend mit den Kippmulden transportiert werden.

Die Befestigungspunkte des Tragrahmens entsprechen exakt denen eines Standard-ISO-Containers. Die Überführung und Nutzung findet somit auf Standard Containerplattformen für Schiene (in verschiedenen Spurweiten) und Straße statt, die für den jeweiligen Bedarfsfall angemietet werden können.

Die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten des Systems resultieren aus der flexiblen Konstruktion der Mulde, welche durch unterschiedliche Auf- und Anbauten an die variierenden Charakteristika der Transportgüter adaptiert werden kann. Die Mulde kann als Einzelstück oder -waggon im kleinvolumigen Einzelwagenverkehr ebenso betrieben werden wie im Ganzzug zum Massentransport.

Logistikprozesse werden dominiert durch die Eigenschaften des Transportgutes, des Transportmittels, der Randbedingungen während des Transportes sowie bei der Be- und Entladung. Die OWS Systemkippmulde passt sich diesen Anforderungen perfekt an. Diverse Kombinationsmöglichkeiten der Struktur sowie des Betriebs der Mulde ermöglichen gleichermaßen eine schnelle, massenhafte Be- und Entladung von leichten Agrargütern bis zu schweren Schüttgütern.


Baukastensystem der Kippmulde

Basis der Systemkippmulde ist eine stabile Trägerplattform in den Abmessungen eines 20-Fuß ISO-Containers. Darauf aufgelegt ist eine Mulde, die – angetrieben durch ein einfaches hydraulisches System – zu beiden Seiten des Überführungsgleises gekippt und somit entleert werden kann.

Ausgehend von dieser Grundstruktur kann durch passende Aufbauten und Anbauteile sowie durch leistungsgerechte Steuerungs- und Antriebssysteme ein passendes Transportmittel für verschiedenste Prozesse gestaltet werden. Die Anpassungen können je nach Anforderung kurzfristig, mehrmals jährlich oder dauerhaft umgesetzt werden. So ist es möglich die Systemkippmulde ständig für unterschiedliche Projekte, jährlich für saisonal wechselnde Transportgüter oder gänzlich für eine andersartige Nutzung anzupassen.


Logistik

  • Durch die Konstruktion auf Standard-Containerbasis sind die Kippmulden in Verbindung mit verschiedenen Waggons unterschiedlicher Spurweite, flexibel, modular und sehr wirtschaftlich einsetzbar.
  • Die Mulden werden zur Lagerung auf einem geeigneten, ebenen Gelände vom Waggon abgehoben und mehrlagig gestapelt. Die Waggons können für diesen Zeitraum einem anderen wirtschaftlichen Zweck zugeführt werden.
  • Projektbezogen werden Eisenbahncontainerwagen oder Flachwaggons angemietet.
  • Im Falle einer Störung kann problemlos eine einzelne Mulde ohne Beeinträchtigung des Verbundes außer Betrieb genommen oder ausgetauscht werden. Die Zuführung von Ersatzmulden kann per LKW oder Bahn erfolgen. Durch die Trennung von Maschine und Fahrzeug ist die Wartung / Reparatur sehr wirtschaftlich.

Be- und Entladen

  • Der Entwurf der Systemkippmulde der OWS zielt speziell auf die häufig schwierigen Randbedingungen bei der Be- und Entladung ab. Sie ist deshalb so konstruiert, dass die Beladung sowohl unter aufgeständerten Silos als auch mit hubbegrenzten Baggern in Gleisbaustellen unter eingeschalteter Oberleitung erfolgen kann.
  • Vergleichbare Ladekapazität zu gängigen Schüttgutwaggons wie z. B. Res.
  • Hohe Stabilität beim Be-/Entladen auch in Überhöhungen oder Beladestationen.
  • Der Schüttkegel ist durch einen erhöhten Drehpunkt vom Gleis weg verlagert.
  • Eine sichere und schnelle Entladung auch als Teilentladung ist durch die Hydraulik und (optionale) Steuerung mit mobilem Handgerät gewährleistet.
  • Die benötigte Zeit zur Entladung eines Waggons bestehend aus drei Mulden beträgt in Verbindung mit automatisierter Steuerung ca. 4,5 Minuten. Es ist möglich, gleichzeitig einen ganzen Zug zu entladen.

 

 

Technische Daten

  • Zuladung pro Mulde: 9 m³ bis 35 m³ / maximal 18 Tonnen
  • Ladekapazität pro  Sgns- oder SgS-Wagen (3 Mulden): max. 54 Tonnen
  • Ladekapazität Sggrss (4 Mulden): max. 72 Tonnen
  • Ladekante (über SOK): je nach Aufbauten und Wagen von ca. 2.100 mm üSOK 
  • Entladezeit: ca. 5 Minuten für einen Ganzzug / einzelne Mulden ca. 1 bis 2 Minuten 
  • Containerplattform: ja
  • Container-Abmessungen: Auflager analog 20‘ Container, Mulde 6 x 2,8 m (L x B)
  • Tragwagen (Beispiele): Sgn, Sggns, Sgs, Sggrss, LKW
  • Antrieb: wahlweise ein Aggregat für 1, 3 oder 9 Mulden, Versorgung durch externe Hydrauliksysteme möglich
  • Sonderausstattung: Plane für leichte Schüttgüter, Beschichtungen als Prallschutz des Muldenbodens
  • Bedienung: einzeln oder im Verband
  • Zulassung: Mulden sind Ladung und nicht dauerhaft mit der Plattform verbunden